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Geschichte

Vom Hörrohr zum digitalen Hörgerät
     

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Hörrohre früher auch Hörmaschinen oder Schallstrahlenfänger genannt, sind röhren- oder trichterförmige Geräte, die Schallwellen sammeln und in den äußeren Gehörgang des menschlichen Ohres leiten sollen. Dadurch konnte eine Verstärkung der auf das Trommelfell fallenden Schallenergie und damit ein besseres Hören bei vermindertem oder nachlassendem Gehör erreicht werden. Hörrohre wurden aus Eisenblech, Silber, Holz, Schneckengehäusen oder Tierhörnern konstruiert.

     
     1624:  Der Jesuit Leurechon macht unter dem Decknamen H. van Etten erstmalig das Prinzip des Hörrohrs in einem gedruckten Werk bekannt. Athanasius Kircher der sich neben zahlreichen anderen Wissensgebieten mit der Lehre vom Schall beschäftigt und 1650 in seiner MUSURGIA die Erfindung einer „Hörmaschine" beschreibt, gilt als eigentlicher Erfinder des Hörrohrs. 
     
     1706: Duguet benutzt in die Armlehnen eines Fauteuils eingebaute Röhren zum Empfang von Schallwellen. Diese Anordnung findet mehrfache Nachahmungen.
     
     1879: Rhodes konstruiert in Chicago aus natürlichen Muschelschalen „Audiophone“ genannte Hörfächer, mit denen die Übertragung der Schallschwingungen über Knochenleitung erfolgt, indem der Fächer gegen die Zähne oder zwischen den Zähnen gehalten wird.
     

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   1812 bis 1814 Johann Nepomuk Mälzel fertigt Hörrohre für Ludwig van Beethoven an, die heute im Beethovenmuseum in Bonn ausgestellt sind.
     
     1816: René Théophile Hyacinthe Laënnec erfindet in Frankreich das Hörrohr neu als Stethoskop zum Abhören von Herztönen. Die Firma Kirchner & Wilhelm in Asperg bei Stuttgart bietet 1910 zahlreiche Hörrohr-Modelle im Katalog des „Medizinischen Waarenhauses" an
     
     1899: Das erste elektrische Hörgerät wird erfunden: es hat die Größe eines Reisekoffers, es muß auf den Tisch gestellt werden und gibt die Verstärkten Töne über einen Kopfhörer aus.
     
     1902: Hörgeräte werden handlicher jedoch noch nicht praktischer: die Batterien und der Verstärker werden um den Hals gehängt und das Mikrofon muß mit der Hand gehalten werden.
     
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 1947: Die Erfindung des Transistors bringt eine enorme Verkleinerung der Hörgeräte. Die bisher benötigten Röhren benötigten weitaus größere Gehäuse. Gleichzeitig verringert sich der Strombedarf und Batterien halten erheblich länger. Die neuen Hörgeräte werden zuerst noch um den Hals getragen, werden dann aber so klein dass sie sogar hinter den Ohren Platz finden.

     
     1963: Der Hörrohr-Produzent F. C. Rein and Son in London beendet als letzte Firma ihrer Art die Tätigkeit.
     
   

In den 60ern werden die ersten Im-Ohr-Geräte entwickelt. Sie finden komplett im Gehörgang und der Ohrmuschel Platz, sind aber noch sehr unzuverlässig.

     
    Mitte der 80er wird die Hörgerätetechnik digital und somit besser programmierbar und sauberer im Klang. 
     
Heutige Hörgeräte sind winzig aber Leistungstark    Heute: Es gibt fast nur noch digitale Hörgeräte, die immer genauer mit der Hilfe von Computern zu programmieren sind und im Klang sogar zum Musikhören geeignet sind.

 

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